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Willkommen am Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht!

Das Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht (ISR) wurde am 30. April 2013 gegründet. Seine Aufgabe ist es, im organisatorischen Rahmen der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf das Insolvenz- und Sanierungsrecht in Forschung und Lehre zu vertreten und die Verbindung von Rechtswissenschaft und Praxis auf diesem Gebiet zu fördern.  Das Institut wird unterstützt durch die Düsseldorfer Vereinigung für Insolvenz- und Sanierungsrecht e.V. (VR 10848).


Neues vom ISR - Düsseldorfer Insolvenztage 2023

Fachtagungen in Kooperation mit dem DAV haben an der Juristischen Fakultät auf dem Gebiet des Medizinstrafrechts bereits eine lange Tradition. 2023 sollen erstmals auch die etablierten Düsseldorfer Insolvenztage in Kooperation mit dem Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht und der Düsseldorfer Vereinigung für Insolvenz- und Sanierungsrecht e.V. stattfinden.

 

„Die Düsseldorfer Insolvenztage haben sich in den letzten zehn Jahren unter der großartigen wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Moritz Brinkmann und RA Dr. Michael Malitz zu einer festen Größe entwickelt und Maßstäbe gesetzt. Daran soll angeknüpft werden. Die augenscheinlichste Änderung mit dem Eintritt des ISR ist sicher, dass die wissenschaftliche Leitung der Düsseldorfer Insolvenztage nicht mehr mit zwei individuellen Persönlichkeiten verbunden sein wird, die als ausgewiesene Insolvenzrechtsexperten den Düsseldorfer Insolvenztagen ein Gesicht gegeben haben. Auch wenn 2023 ein personenunabhängiges Institut wissenschaftlich berät und die Ideen verschiedener Personen mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten in die Planungen einfließen werden, soll und wird sich aber an dem bewährten Konzept nichts ändern. Den Bedürfnissen der Praxis wird bei der Planung und der Themenauswahl nach wie vor überragende Bedeutung zukommen. Das ISR steht für einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und wird durch Insolvenzrechtsexperten aus der Praxis in vielfältiger Weise unterstützt.“ (Prof. Dr. Nicola Preuß, geschäftsführende Direktorin des ISR)

 

Termin für die Düsseldorfer Insolvenztage 2023: 19. Und 20. Mai 2023


Herbstsymposium des Instituts für Insolvenz- und Sanierungsrecht 2021


Am 21.10. und 22.10.2021 veranstaltete das Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht (ISR) ein zweitägiges Herbstsymposium zum Thema „Stabilisierung und Restrukturierung – Möglichkeiten, Grenzen, Grenzüberschreitungen“. Das Symposium fand als Hybrid-Veranstaltung statt.

 

Der erste Teil am Donnerstag, den 21.10.2021 widmete sich der Umsetzung der Restrukturierungsrichtlinie der EU unter dem Oberthema „Wettbewerb der Rechtsordnungen“.

Die räumliche Nähe Düsseldorfs zu den Niederlanden rückt ein spezielles Restrukturierungsverfahren einer benachbarten Rechtsordnung in das Zentrum des Interesses, das Wet Homologatie Onderhands Akkoord (WHOA) oder kurz Dutch Scheme. Prof. Dr. Reinhard Bork von der Universität Hamburg und Prof. Dr. Michael Veder von der Radboud Universiteit Nijmegen, stellten die Konzepte und Instrumentarien von StaRUG und WHOA in einem engagierten und anschaulichen Doppelvortrag im unmittelbaren Vergleich dar.

 

Der Blick über die Grenze führt zur Frage der internationalen Zuständigkeit für präventive Restrukturierungsverfahren sowie deren Anerkennung in anderen Mitgliedstaaten. Zugeschaltet von der Universität Bayreuth untersuchte Prof. Dr. Jessica Schmidt die grundsätzliche Frage, nach welchem Regelungsregime, EuInsVO, Brüssel Ia-VO oder internationales Zivilverfahrensrecht der Mitgliedstaaten, Zuständigkeit und Anerkennung in verschieden Konstellationen zu beurteilen sind.

Präsent wie online nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zur regen Diskussion.


Der zweite Teil des Herbstsymposiums am Freitag, den 22.10.2021 stand unter dem Oberthema „Sanierungsinstrumente zwischen Rechtspolitik und Rechtsdogmatik“.

Sanierungsinstrument „Vertragsbeendigung“: Darf und soll ein präventives Restrukturierungsverfahren Eingriffe in Vertragsverhältnisse ermöglichen? Entgegen der Entwurfsfassung enthält der Instrumentenkasten des § 31 Abs. 2 StaRUG unter den „Instrumenten des Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens“ keine gerichtliche Beendigung von gegenseitigen, noch nicht beiderseitig vollständig erfüllten Verträgen. Dieses Instrumentarium bleibt somit (vorerst) dem Insolvenzverfahren vorbehalten. Mit Recht?

Hier stellen sich fundamentale Fragen des allgemeinen Schuldrechts. In seinem umfassenden Referat zu Grundlagen und Grenzen des pacta sund servanda-Grundsatzes fächerte Prof. Dr. Dirk Looschelders auf, unter welchen Voraussetzungen Eingriffe in Vertragsverhältnisse generell zulässig sind.

Dem Dauerthema „Anfechtungsrisiken“ widmeten sich zugeschaltet aus Stuttgart Dr. Alexandra Schluck-Amend, Leiterin Restrukturierung und Insolvenz CMS Deutschland, mit ihrem Referat zu „Rechtshandlungen währen der Restrukturierung – Risikoabschätzung aus der Sicht der Praxis – sowie vor Ort in Düsseldorf Prof. Dr. Fabian Klinck von der Ruhr-Universität Bochum, der „Logische Brüche und Wertungswidersprüche im Recht der Insolvenzanfechtung“ aufspürte. Namentlich die Rechtsprechung des IX. Senats zur Würdigung von Beweisanzeichen wurde aus Sicht der Praxis wie der Wissenschaft kritisch hinterfragt. Professor Klincks Referat mündete in einen leidenschaftlichen Appell für eine grundlegende und in sich stimmige Gesetzesreform der Insolvenzanfechtungstatbestände als einzigen Weg, um in diesem Bereich Rechtsklarheit und Rechtssicherheit herzustellen.

Zu allen drei Vorträgen wurde die Gelegenheit zur Diskussion – online wie im Raum – rege und intensiv genutzt.

Postanschrift:

Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht
z.Hd. Frau Prof. Dr. Nicola Preuß
Universitätsstraße 1
Geb. 24.81, Raum U1.45
40225 Düsseldorf

E-Mail:

Kontakt

Prof. Dr. Christian Kersting LL.M. (Yale)

Prof. Dr. Ulrich Noack

Prof. Dr. Nicola Preuß

Verantwortlichkeit: